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Das Europaparlament in Brüssel hat am 13.10.2005 mit großer Mehrheit einem
Antrag der Europa-Abgeordneten Doris Pack (CDU) zugestimmt, der für den traditionellen Circus als Bestandteil der europäischen Kultur mehr Anerkennung und Unterstützung einfordert. Bei der Definition
"klassischer Circus" wurde bei der Abstimmung festgestellt und beschlossen, dass Dressurdarbietungen mit Wildtieren und domestizierten Arten zum festen Bestandteil des klassischen Circus gehören.
Es gab einige wenige Stimmen im Parlament, die die Tiere gerne ausgeklammert sehen wollten. Dies wurde mit überwältigender Mehrheit aber abgelehnt. Das Europaparlament geht offenbar davon aus, dass für das
Kulturgut "klassischer Circus" Tiere ein unverzichtbarer Bestandteil sind.
Verband der Tierlehrer e.V.
EU verwarnt Österreich wegen Zirkus-Wildtierverbot
Brüssel (APA) -
Die EU-Kommission nimmt das mit Anfang des Jahres in Kraft getretene österreichische Tierschutzgesetz ins Visier, konkret das darin enthaltene Verbot für den Auftritt von Wildtieren in Zirkus. Ein Mahnbrief an die
Republik Österreich ist bereits eingegangen, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministerium in Wien am Dienstag.
Dieses Schreiben, mit dem Österreich zu einer Stellungnahme aufgefordert wird, ist der
erste Schritt in einem Vertragsverletzungsverfahren und kann in eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) münden. Die EU-Kommission sieht in dem Auftrittsverbot eine Verletzung der
EU-Dienstleistungsfreiheit, berichteten die "Salzburger Nachrichten" am Dienstag. In anderen EU- Ländern sind nämlich Wildtiere zugelassen. Laut EU-Kreisen haben die Zirkusbetreiber gegen den
entsprechenden Passus im Gesetz in Brüssel mobil gemacht, weil dies für sie existenzgefährdend sei. Falls diese Betriebe in Österreich gastierten, wären sie gezwungen ihr Programm zu ändern und einen Teil der Tiere
vor der Einreise nach Österreich zurückzulassen bzw. irgendwo unterzubringen. Außerdem "basiere der klassische Zirkus als Jahrhunderte alte Tradition immer auch auf Tieren", zitierte die Zeitung aus dem
Brief der EU-Kommission.
APA 14:57 8.11.2005
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